Preismanagement

Der Marktanteil von Handelsmarken und das Know-How im Handelsmarkenmanagement wachsen kontinuierlich und setzten Herstellerunternehmen unter Druck. Im Bereich Preismanagement beschäftigt sich der Schwerpunkt Marketing daher mit der Frage, welche Zahlungsbereitschaften für Hersteller- und Handelsmarken bestehen und wie hoch der optimale Preisabstand zwischen ihnen ist.

Ein weiterer Forschungsbereich des Preismanagements besteht in der Differenzierung von Preisen über die Konsumenten hinweg bzw. über Konsumentensegmente. Die Aufdeckung von Zahlungsbereitschaften und Zahlungsbereitschaftsfunktionen ist dabei essenziell und es werden hierfür spezielle Formen der Conjoint-Analysen entwickelt, als softwaregestützte Modelle implementiert sowie in Kooperationen mit Unternehmen zur Lösung von Unternehmensproblemen eingesetzt. Darüber hinaus werden dynamische Preismechanismen erforscht, die insbesondere im Online-Umfeld immer größere Bedeutung erlangen. Dabei geht es um die Generierung von Empfehlungen hinsichtlich der optimalen Preise beim Suchmaschinenmarketing. Ferner wird intensiv Forschung über die Anwendung des Reverse-Pricing-Mechanismus durchgeführt. Beim Reverse Pricing legt der Verkäufer nicht mehr einen Festpreis fest, sondern bittet den Käufer um einen Preisvorschlag. Überschreitet der Preis eine vom Käufer festgelegte und geheime Preisschwelle, so wird der Preisvorschlag angenommen und der Kauf findet statt, anderenfalls wird der Preisvorschlag abgelehnt. Zur Anwendung dieses Preismechanismus in Unternehmen ist eine Software in Form eines Web Services worden. Ein weiteres Problem im Preismanagement ergibt sich aus den immer größer werdenden Sortimenten der Händler. Im Handel können Preise von über 60.000 Artikeln in einer Filiale nur noch automatisiert gesetzt werden. Der Schwerpunkt Marketing beschäftigt sich mit der Entwicklung derartiger Systeme und deren Implementierung im Handel.